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Tau

Eine Werkbank für Coding-Agenten, die du selbst umbauen kannst

Jahr
2026
Art
Desktop-App
Technik
TypeScript, Electron, React, Capacitor

Tau ist eine Werkbank für Coding-Agenten. Links die Threads, in der Mitte das Gespräch mit dem Agenten, rechts Terminal, Dateien und Vorschau als Tabs. Wenn ein Thread fertig ist, landet seine Arbeit in den Reviews wie ein lokaler Merge Request. Das Telefon zeigt dieselben Threads und stellt Fragen, wenn der Agent eine Antwort braucht.

Tau herunterladen · Mac, Windows, Linux. Die App aktualisiert sich danach selbst.

Wie es angefangen hat

Tau war ein Experiment. Ich hatte Pi gesehen und fand das Konzept großartig: einen Agenten, den man selbst anpassen kann, wie man will, und der sich auf Zuruf selbst erweitert und verändert. Im Terminal ist man damit aber etwas eingeschränkt, also wollte ich eine Oberfläche dafür bauen.

Ein Agent allein in einem Fenster ergibt allerdings auch keinen Sinn. Ich arbeite oft an vielen Projekten gleichzeitig und will mehrere Threads parallel orchestrieren. Ständig zwischen Claude Code Desktop, Codex Desktop und vielleicht noch einem Terminal zu wechseln, macht keinen Spaß. Tabs oben finde ich dafür grausam, weil dort zu wenig Platz ist, und in Codex finde ich meine Threads ständig nicht wieder. Tau brauchte also eine Seitenleiste.

Anfangs standen dort nur der Status und ein Datum, wie bei Codex. Das reichte nicht, weil man nicht sah, zu welchem Projekt ein Thread gehört. Also kam das Projekt dazu, danach der Branch, und mit jedem Schritt landete ich ein Stück näher bei dem, was T3 Code schon vor mir richtig gemacht hatte. Am Ende habe ich mich bewusst daran orientiert. Dieses Konzept ist für mich im Moment das Optimum, etwas Besseres habe ich noch nicht gesehen. Selbst Codex hat mit seiner Priority-Seitenleiste T3 Code nachgeahmt, zeigt dort aber bisher nicht alles, was ich brauche.

Zu der Zeit hatte ich nur ein Codex-Konto, und Tau war noch im Bau. Dann kam Fable 5 dazu, das neue Modell von Anthropic, und ich merkte, dass ich es mit meinem bisherigen Ansatz nicht hätte nutzen können. Das kam nicht infrage. Pi kann sich zwar auch mit einem Claude-Login anmelden. Soweit ich das recherchieren konnte, riskiert man damit aber eine Sperre des Kontos, weil Anthropic das Abo nur für Claude Code vorsieht. Ein gesperrtes Abo für 100 oder 200 Euro im Monat ist kein Spaß.

Ich musste also entscheiden, wie ich Tau dafür brauchbar mache. Der logische Schluss war, es so zu machen wie T3 Code und Claude Code selbst zu steuern, über eine Zwischenschicht, die ich mir so nicht ausgesucht hätte. Bei Gemini war es später dasselbe. Das Abo nutzt man offiziell über Googles eigene Werkzeuge, im Moment Antigravity (Google hat da schon mehrmals gewechselt), und ein gesperrtes Google-Konto wäre noch viel schlimmer. Also bekam Gemini dieselbe Lösung. So ist aus einer Oberfläche für Pi eine für alle Agenten geworden, die ich nutze, jeweils über den offiziellen Weg.

So ging es mir öfter. Viele meiner Entscheidungen sind zufällig dort gelandet, wo T3 Code schon vor mir richtig entschieden hatte.

Mit der Zeit hatte ich jeden Tag Spaß daran und habe mich gefreut, weiter daran zu arbeiten. Und irgendwann wollte ich es auch veröffentlichen.

Danke

Tau wäre ohne zwei Projekte nicht entstanden. Pi hat die Idee geliefert, dass ein Agent dir gehört und du ihn umbauen kannst. T3 Code hat gezeigt, wie sich so eine Werkbank anfühlen kann, und an vielen Stellen habe ich mich daran orientiert. Ich nutze T3 Code bis heute selbst. Vor beiden Teams habe ich großen Respekt.

Ehrlich gesagt ist Nachbauen viel einfacher als Erfinden. Wer zum ersten Mal herausfindet, wie ein Thread, ein Diff und ein Terminal zusammenspielen sollen, macht die eigentliche Arbeit. Ich konnte mir vieles anschauen, bevor ich es selbst gebaut habe. Trotzdem steckt in Tau sehr viel Arbeit, mehr als ich am Anfang gedacht hätte.

Ein paar Dinge hätte ich mir bei T3 Code anders gewünscht. Das wären aber größere Umbauten gewesen, die nicht zur Richtung des Projekts passen, und das ist völlig in Ordnung. Für mich war es der Anstoß, auszuprobieren, wie es sich anfühlt, wenn man solche Dinge selbst in der Hand hat.

Selbst umbauen

Deshalb ist Tau aus Kits gebaut. Terminal, Dateien, Reviews, Usage, sogar die Anbindung an Claude Code sind Erweiterungen, die über dieselbe Schnittstelle laufen, die auch dir offensteht. Wenn dich etwas stört, musst du nicht warten, bis es jemand anderes ändert. Du schreibst ein Kit, lädst es in dein Tau und hast es.

Tau mit Thread-Liste, einem Gespräch mit dem Agenten und daneben der Stage mit Dateien, Diff und Terminal-Tab
Ein Thread, daneben Dateien mit dem Diff und ein Terminal. Echte App-Oberfläche mit Beispieldaten.
Tau Reviews mit fertigen Branches aus mehreren Projekten, Änderungen, Modell, Kosten und Alter
Reviews: fertige Arbeit aus den Threads, bereit zum Mergen oder mit einer Notiz zurück an den Thread. Echte App-Oberfläche mit Beispieldaten.
Limit-Balken im Sidebar-Fuß von Tau mit geöffneter Karte für Codex und Claude Code
Die Limits im Sidebar-Fuß, beim Darüberfahren mit Details. Beispieldaten.
Tau auf dem iPhone mit der Thread-Liste
Dieselben Threads auf dem iPhone. Beispieldaten.

Was Tau kann

  • Mehrere Agenten nebeneinander: Pi, Claude Code, Codex, OpenCode und Gemini, jeder mit seinen eigenen Modellen.
  • Jeder Thread kann in einem eigenen Git-Worktree arbeiten. Fertige Arbeit prüfst du in den Reviews und mergst sie von dort.
  • Terminal, Dateien und eine Browser-Vorschau als Tabs neben dem Gespräch.
  • Usage zeigt, wie viel von deinen Abos noch übrig ist, auch für Nutzung außerhalb von Tau. Im Sidebar-Fuß stehen die Limits als kleine Balken, wie in Juicebars.
  • Andere Rechner verbinden: ein Thread kann auf einem Server laufen, während du am Laptop sitzt.
  • Die App für iPhone und Android koppelt sich mit deinem Rechner und zeigt Threads, Fragen und Reviews unterwegs.

Tau ist Open Source unter der MIT-Lizenz, der Code liegt auf GitHub. Mehr zum Ausprobieren, mit Anleitungen, steht auf rasalas.github.io/tau.